....IN-WORKER: Schulung von Unternehmensleitenden und Personalverantwortlichen zur Analyse und Deckung von spezifischem Trainingsbedarf in interkulturellen Arbeitsumgebungen
Einer der Aspekte, der in den letzten Jahren verstärkt die gesamte europäische Gesellschaft betrifft, ist die fortschreitende Zunahme der Immigrationsströme. Die Ausgrenzung von migrantischen Arbeitnehmenden aus dem regulären Arbeitssystem und das Ignorieren ihrer Fähigkeiten wie auch ihres Wissens führen zur Ausgrenzung der migrantischen Gemeinschaften. Damit gehen sowohl ihre Motivation verloren als auch die Vorteile, die sie den Unternehmen, der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft bringen könnten.
Wenn sie nicht entsprechend gemanagt wird, kann die Einarbeitung von migrantischen Arbeitnehmenden zu folgenden Missständen führen: unzureichende Anpassung an das neue Arbeitsumfeld; unzureichendes regelmäßiges Training zur Anpassung an die Arbeitsmarktveränderungen; Nichtberücksichtigung entsprechender Schulungsbedürfnissen für diese Arbeitsnehmer; Zunahme der Missverständnisse und Konflikte zwischen ausländischen und nicht-ausländischen Arbeitsnehmern, die zu einem problematischen (Arbeits-)Umfeld führen.
In diesem Zusammenhang spielen Personalmanager und Verantwortliche für Personalentwicklung eine entscheidende Rolle in den Unternehmen, weil sie als Wegbereiter für die Integration und Anpassung von migrantischen Mitarbeitern wirken könnten. Mithilfe von Lebenslangem Lernen als Kernwerkzeug können Personalmanager und Verantwortliche für Personalentwicklung Quellen und Materialien für die Analyse von Schulungsbedürfnissen und für die Integration der Arbeitsnehmer mit Migrationhintergründen nutzen.
Unter Berücksichtigung der Auswirkung einer Aufnahme von migrantischen Arbeitnehmenden in die Belegschaft von europäischen Kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie der beruflichen Weiterbildung als Instrument zur Behebung existierender Mängel, ist das Hauptziel dieses Projektes, ein innovatives Analyse- und Schulungswerkzeug zu entwickeln, das sich auf zwei Aspekte konzentriert: - Adaption der im vorherigen Projekt FORMET entwickelten Methodik zur Identifikation und Behebung von Schulungsbedarfen an E-learning sowie an ein interkulturelles Arbeitsumfeld, so dass eine möglichst großen Zahl von Personalmanagern und Verantwortlichen für Personalentwicklung Zugang zu den Inhalten erhält und ein effektiver Kommunikationskanal für den Erfahrungs- und Praxisaustausch geschaffen wird, über den auch die Aktualisierung des praktischen Inhalts des Werkzeuges möglich wird. - Verbesserung des Schulungsinhaltes unter Einbeziehung von Aspekten, die insbesondere auf eine Verbesserung der Managementaktivitäten und eine Sensibilisierung abzielen.
Die Projektergebnisse sollen eine unmittelbare, kurzfristige Auswirkung auf die Zielgruppen haben sowie auf Fachgebiete, potenzielle Nutzer, auf Systeme der beruflichen Weiterbildung in der Form verbesserten Wissens in Schulungsinhalten und gleichzeitig verbesserte Fertigkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnologie, und schließlich besser ausgebildete Mitarbeitende, die in einem interkulturellen Umfeld zu arbeiten in der Lage sind.
Insbesondere relevant sein wird die langfristige Auswirkung der Projektergebnisse auf Zielgruppen, Fachgebiete, potenzielle Nutzer und Systeme der beruflichen Weiterbildung, und zwar in Bezug auf die Verbreitung besserer Methoden in der beruflichen Weiterbildung, die die tatsächlichen Bedarfe im Lebenslangen Lernen berücksichtigen, in Bezug auf ein wachsendes Bewusstsein für innovative Lösungen, bezüglich der Branchenwettbewerbsfähigkeit durch Nutzung der Vorteile dieses Tools sowie schließlich durch einen besseren interkulturellen Dialog in Europa.
|